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Solartechnik 2026: Mehr Leistung aus derselben Fläche

Solartechnik 2026: Mehr Leistung aus derselben Fläche

Photovoltaik wächst schneller als jede andere Stromerzeugungstechnologie. Gleichzeitig stehen neue Zelltechnologien vor dem Schritt aus dem Labor in die industrielle Produktion.

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Stickstoff nicht mehr liefern lassen, sondern selbst erzeugen

Stellen Sie sich vor, Sie wachen mit mehr Energie auf, sind flexibler, haben weniger Stress und müssen seltener vor die Tür gehen.

Batterietechnik 2026: LFP bleibt führend – Natrium-Ionen startet in den Markt

Reisen Sie mit diesen internationalen Rezepten, ohne Ihre Küche zu verlassen. Von Kanada bis Australien, von Mexiko bis Schweden, und überall sonst.

Solartechnik 2026: Mehr Leistung aus derselben Fläche

Solartechnik wird effizienter – aber der nächste große Schritt beginnt erst jetzt

Nische oder?

Photovoltaik ist längst keine Nischentechnologie mehr. Im Jahr 2025 wurden weltweit schätzungsweise 698 Gigawatt neue PV-Leistung installiert. Die global installierte Leistung stieg damit auf knapp 3 Terawatt. Solarstrom deckte erstmals mehr als zehn Prozent des weltweiten Strombedarfs.

Frauenhofer

Fraunhofer ISE hat 2026 ein neues Labor eröffnet, in dem Perowskit-Silizium-Zellen auf industriell relevante Wafer- und Modulgrößen skaliert werden sollen. Damit geht es nicht mehr allein um Laborrekorde, sondern um reproduzierbare Produktionsprozesse, Materialstabilität und serienfähige Beschichtungsverfahren.

Was das für Unternehmen bedeutet

Der entscheidende Maßstab ist nicht mehr nur die Modulleistung auf dem Datenblatt. Relevant ist das Gesamtsystem aus:

  • belegbarer Dach- oder Parkplatzfläche,
  • Eigenverbrauch,
  • Lastprofil,
  • Speicher,
  • Wechselrichter,
  • Ladeinfrastruktur,
  • Netzanschluss und Energiemanagement.

Eine technisch gute Anlage erzeugt nicht einfach möglichst viel Strom. Sie erzeugt den Strom dann und dort, wo er wirtschaftlich genutzt werden kann.

2026 steht im Zeichen der Skalierung und Qualitätssicherung. Hersteller und Forschungsinstitute müssen zeigen, dass Tandemmodule nicht nur hohe Anfangswirkungsgrade liefern, sondern auch Feuchtigkeit, Temperaturwechsel, UV-Belastung und jahrzehntelangem Betrieb standhalten.

Für 2027 ist deshalb eher mit zusätzlichen Pilot- und Vorserienanlagen als mit einer vollständigen Ablösung klassischer Siliziummodule zu rechnen. Konventionelle Module bleiben der Marktstandard. Neue Tandemtechnologien könnten aber dort zuerst interessant werden, wo die verfügbare Fläche knapp oder besonders teuer ist – beispielsweise auf Industriegebäuden, Carports und innerstädtischen Dachflächen.

Call-to-Action

Sie möchten wissen, welche PV-Leistung auf Ihren Dach-, Hallen- oder Parkplatzflächen realistisch ist?

Wir prüfen Fläche, Lastprofil, Speichermöglichkeit und Eigenverbrauchspotenzial und entwickeln daraus ein technisch und wirtschaftlich passendes Gesamtkonzept.

Kombination

Der wichtigste Fortschritt findet derzeit nicht nur beim Ausbau, sondern direkt in den Solarzellen statt. Moderne Siliziummodule werden kontinuierlich leistungsfähiger. Gleichzeitig rückt die sogenannte Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie näher an die industrielle Anwendung. Dabei werden zwei unterschiedliche Halbleiterschichten kombiniert, um einen größeren Bereich des Sonnenlichts zu nutzen als mit einer reinen Siliziumzelle.

Welche Meilensteine bereits erreicht wurden

  • Die weltweite PV-Leistung hat die Größenordnung von drei Terawatt erreicht. 
  • Tandemmodule werden inzwischen nicht nur als kleine Laborzellen, sondern in größeren Modulformaten entwickelt. 
  • Erste automatisierte Produktionslinien für Perowskit-Technologien wurden bereits aufgebaut; die IEA ordnet diese Entwicklung allerdings weiterhin einer vorindustriellen Reifephase zu. 
  • Leistungsoptimierung, Lebenszyklusbetrachtung und Recyclingfähigkeit werden neben dem reinen Modulwirkungsgrad zunehmend zu zentralen Entwicklungsfeldern.

Wo die Entwicklung 2026 und 2027 hingeht

Die Technologie selbst ist bereits industriell etabliert. Die aktuelle Entwicklung konzentriert sich deshalb weniger auf ein völlig neues Trennverfahren als auf:

  • geringeren Druckluftbedarf,
  • bedarfsgerechte Leistungsregelung,
  • Fernüberwachung,
  • dokumentierte Gasqualität,
  • vorausschauende Wartung,
  • kompaktere Bauformen und
  • Integration in bestehende Produktionsanlagen.

2027 dürften datenbasierte Betriebsoptimierung und die Verknüpfung mit übergeordneten Energiemanagementsystemen weiter an Bedeutung gewinnen. Entscheidend bleibt jedoch die korrekte Auslegung. Ein zu großer Generator, eine unnötig hohe Reinheit oder ungeeignete Druckluftaufbereitung können den wirtschaftlichen Vorteil deutlich reduzieren.

Unsere Sommeraktion

Im Rahmen unserer Sommeraktion bieten wir Unternehmen einen unverbindlichen Stickstoff-Versorgungscheck an.

Wir vergleichen:

  • bisherigen Flaschen- oder Tankverbrauch,
  • benötigte Reinheit,
  • Betriebsdruck,
  • Spitzen- und Durchschnittsverbrauch,
  • vorhandene Druckluftversorgung,
  • Energiekosten und
  • realistische Amortisationszeit.

Sie erhalten eine nachvollziehbare Einschätzung, ob sich eine eigene Stickstofferzeugung für Ihren Betrieb technisch und wirtschaftlich lohnt.

Stickstoffgeneratoren – Sommeraktion

Sommeraktion: Stickstoff nicht mehr liefern lassen, sondern selbst erzeugen

Warum immer mehr Unternehmen ihren Stickstoff direkt vor Ort erzeugen

Stickstoff wird in zahlreichen industriellen Prozessen benötigt: zum Inertisieren, Spülen, Überlagern, Verpacken, Löten, Laserschneiden, Korrosionsschutz oder zum Schutz sauerstoffempfindlicher Produkte.

Traditionell wird der Stickstoff über Flaschenbündel, Tankanlagen oder Flüssigstickstoff bereitgestellt. Eine Alternative ist die eigene Erzeugung aus Umgebungsluft. Dabei wird der in der Druckluft enthaltene Stickstoff mithilfe von PSA-Technologie oder Membranen von Sauerstoff und anderen Bestandteilen getrennt.

PSA-Anlagen können – abhängig von Auslegung und Betriebsbedingungen – Stickstoffreinheiten von etwa 95 bis 99,999 Prozent erzeugen. Der Energie- und Druckluftbedarf steigt jedoch typischerweise mit der geforderten Reinheit. Deshalb sollte ein Generator nicht pauschal auf die höchstmögliche Reinheit ausgelegt werden, sondern auf den tatsächlich erforderlichen Prozesswert.

Aktuelle Systeme überwachen Reinheit, Eingangsluft, Druck und Betriebszustand kontinuierlich. Lastabhängige Regelungen und automatische Stand-by-Funktionen reduzieren den unnötigen Druckluftverbrauch bei schwankendem Bedarf. Einzelne Hersteller geben für entsprechende variable PSA-Zyklen zusätzliche Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent gegenüber einem nicht angepassten Betrieb an; dieser Wert ist herstellerspezifisch und nicht pauschal auf jede Anlage übertragbar.

Welche Meilensteine bereits erreicht wurden

  • PSA-Stickstoffgeneratoren erreichen heute eine große Bandbreite industriell nutzbarer Reinheiten. 
  • Reinheitsmessung, Anlagenüberwachung und automatische Umschaltung sind bei modernen Systemen integrierbar. 
  • Kompakte Anlagen sind bereits mit integriertem, ölfreiem Kompressor erhältlich und können im Dauerbetrieb betrieben werden. Das FLAIRMO-Modell N2G-3C erzeugt beispielsweise 3 Nl/min bei 99,5 Prozent Reinheit und besitzt einen integrierten ölfreien Kompressor. 
  • Für größere Leistungen stehen Systeme für externe Druckluftversorgung und individuell definierbare Reinheitsstufen zur Verfügung.

AUG 2026

Batterietechnik aktuell

Der Batteriemarkt entwickelt sich schneller als viele andere Energietechnologien

Batteriespeicher sind inzwischen ein zentraler Bestandteil moderner Energieversorgung. Sie speichern PV-Überschüsse, reduzieren Lastspitzen, stellen Reservestrom bereit und können Energie gezielt in wirtschaftlich günstige Verbrauchszeiten verschieben.

Die durchschnittlichen Preise für Elektrofahrzeugbatterien gingen 2025 laut Internationaler Energieagentur nochmals um rund acht Prozent zurück. Ursachen waren unter anderem effizientere Fertigung, Veränderungen bei den Zellchemien, intensiver Wettbewerb und zeitweise günstigere Rohstoffpreise.

Bei stationären Speichern bleibt Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP, besonders relevant. Die Technologie hat eine etablierte Lieferkette, verzichtet auf Nickel und Kobalt in der Kathode und bietet eine für stationäre Anwendungen günstige Kombination aus Lebensdauer, Sicherheit und Kosten.

Gleichzeitig beginnt die kommerzielle Skalierung von Natrium-Ionen-Batterien. Erste Fahrzeuge mit dieser Zellchemie kamen bereits 2023 auf den Markt; größere stationäre Natrium-Ionen-Speicher wurden 2024 an Stromnetze angeschlossen. Die IEA bezeichnet 2026 als mögliches Schlüsseljahr für die weitere Skalierung, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass optimierte LFP-Zellen bei Energiedichte, industrieller Reife und teilweise auch bei den Kosten weiterhin Vorteile besitzen.

Welche Meilensteine bereits erreicht wurden

  • LFP ist von einer preisorientierten Zellchemie zu einer zentralen Technologie für Fahrzeuge und stationäre Speicher geworden. 
  • Natrium-Ionen-Batterien werden nicht mehr ausschließlich im Labor getestet, sondern bereits in Fahrzeugen und stationären Netzanwendungen eingesetzt. 
  • Zell- und Batteriepreise sind durch Skalierung und Wettbewerb weiter gefallen. 
  • Intelligente Batteriemanagementsysteme übernehmen zunehmend Zustandsüberwachung, Temperaturmanagement, Leistungsbegrenzung und Fehlererkennung.

Was bei Feststoffbatterien realistisch ist

Feststoffbatterien werden häufig als nächster großer Technologiesprung dargestellt. Sie versprechen perspektivisch höhere Energiedichte und potenziell verbesserte Sicherheit. Eine breite, kostengünstige Serienproduktion ist 2026 jedoch noch nicht erreicht. Technische Herausforderungen bestehen insbesondere bei Materialgrenzflächen, Fertigung, Langzeitstabilität und Produktionskosten.

Für stationäre Gewerbe- und Industriespeicher wird deshalb auch 2027 voraussichtlich nicht die Feststoffbatterie, sondern weiterhin die optimierte Lithium-Ionen-Technologie den Markt bestimmen. Natrium-Ionen könnte zunächst dort zusätzliche Marktanteile gewinnen, wo niedrige Rohstoffabhängigkeit, Temperaturverhalten und Kosten wichtiger sind als maximale Energiedichte. Diese Aussage ist eine aus den IEA-Daten abgeleitete Markteinschätzung.

Wo die Entwicklung 2026 und 2027 hingeht
 

Im Mittelpunkt stehen nicht nur größere Batteriekapazitäten, sondern besser integrierte Systeme:

  • Batteriespeicher mit PV und Ladeinfrastruktur,
  • Lastspitzenbegrenzung im Gewerbe,
  • dynamische Stromtarife,
  • Ersatzstrom- und Inselbetriebsfähigkeit,
  • netzdienliche Steuerung,
  • vorausschauende Alterungsanalyse und
  • Kombination mehrerer Energiequellen.

Der wirtschaftliche Nutzen hängt daher nicht allein vom Preis pro Kilowattstunde Speicherkapazität ab. Entscheidend sind das Lastprofil, die verfügbare Ladeleistung, die nutzbare Kapazität, Wirkungsgrad, Zyklenfestigkeit, Garantiebedingungen und die Steuerungsstrategie.

Welche Meilensteine bereits erreicht wurden

  • Industrierobotik ist weltweit in der Großserie etabliert. 
  • KI-basierte Bildverarbeitung wird bereits für Sortierung, Fehlererkennung, Qualitätsprüfung und Prozessüberwachung eingesetzt. 
  • Mobile Roboter nutzen Kameras, LiDAR und weitere Sensoren für Kartierung und autonome Navigation. 
  • Sprach- und Bildmodelle können zunehmend zur intuitiveren Aufgabenbeschreibung und Roboterprogrammierung eingesetzt werden. 
  • Humanoide Roboter wechseln schrittweise von Demonstratoren in erste industrielle Pilotanwendungen. 

Was bei humanoiden Robotern noch fehlt

Humanoide Roboter erhalten derzeit viel Aufmerksamkeit. Für die industrielle Nutzung reicht es jedoch nicht, dass ein Roboter gehen, eine Kiste tragen oder eine einzelne Demonstration durchführen kann.

Entscheidend sind:

  • reproduzierbare Taktzeiten,
  • sichere Zusammenarbeit mit Menschen,
  • zuverlässiges Greifen unterschiedlicher Gegenstände,
  • Batterielaufzeit,
  • Wartungsaufwand,
  • Ersatzteilversorgung,
  • Cybersecurity und
  • Kosten je erledigter Aufgabe.

Die IFR sieht 2026 deshalb als Jahr, in dem humanoide Systeme vor allem ihre Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit beweisen müssen. Sie müssen bei Energieverbrauch, Wartung, Haltbarkeit und Produktivität mit etablierten Automatisierungslösungen konkurrieren.

Wo die Entwicklung 2026 und 2027 hingeht

2026 konzentriert sich die Industrie auf Pilotprojekte in Logistik, Materialtransport, Maschinenbeschickung, Qualitätsprüfung und einfachen Montageprozessen. Kontrollierte Produktions- und Lagerumgebungen eignen sich dafür besser als vollständig offene und unstrukturierte Einsatzorte.

2027 dürfte der Schwerpunkt auf der Überführung erfolgreicher Pilotprojekte in kleine Serien liegen. Gleichzeitig werden Sicherheitsvalidierung, Datenschutz, Systemintegration und die Verbindung zwischen IT- und Produktionssystemen wichtiger. Die IFR nennt die Zusammenführung von Information Technology und Operational Technology ausdrücklich als einen der zentralen Robotiktrends 2026.

Die realistische Entwicklung lautet deshalb nicht: „Roboter ersetzen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter.“ Wahrscheinlicher ist, dass sie zunächst klar abgegrenzte, körperlich belastende, monotone oder personalintensive Aufgaben übernehmen und dabei durch Menschen überwacht werden.

Robotik erreicht die nächste Entwicklungsstufe

Industrieroboter sind seit Jahrzehnten etabliert. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der künstliche Intelligenz Wahrnehmung, Programmierung und Anpassungsfähigkeit verändert.

Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 542.000 Industrieroboter neu installiert. Damit lag die Zahl der jährlichen Installationen bereits das vierte Jahr in Folge über 500.000 Einheiten. Asien entfielen 74 Prozent der neuen Installationen, Europa 16 Prozent und Amerika neun Prozent.

Klassische Roboter arbeiten überwiegend mit exakt programmierten Bewegungsabläufen. KI-gestützte Systeme können zusätzlich Kamerabilder auswerten, Objekte erkennen, Qualitätsabweichungen finden, Sensordaten kombinieren und ihre Bewegungsplanung an wechselnde Situationen anpassen. Die International Federation of Robotics nennt insbesondere Computer Vision, Predictive Maintenance, autonome Navigation und generative Programmierung als wichtige aktuelle Anwendungsfelder.

Der nächste Schritt ist sogenannte Physical AI oder Embodied AI. Dabei wird ein KI-Modell nicht nur zur Text- oder Bildverarbeitung eingesetzt, sondern steuert eine Maschine, die ihre Umgebung wahrnimmt und physisch handelt. Simulationen und digitale Trainingsumgebungen sollen es ermöglichen, neue Aufgaben schneller zu erlernen, ohne jeden Bewegungsablauf vollständig von Hand zu programmieren.

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